Die Zukunft der Wärme- und Kälteversorgung

Heatexpo

Internationale Leitmesse für innovative Wärme- und Kälteversorgung

24.-26. November 2026
Messe Dortmund

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Werden Sie Aussteller auf der HEATEXPO und präsentieren Sie Ihre Produktneuheiten und Lösungen einem hochkarätigen Fachpublikum. Vernetzen Sie sich mit den neuesten Projekten der Wärme- und Kältelösungen.

Sichern Sie sich jetzt Ihre Standfläche!

INNOVATION IN EVERY DEGREE

Die HEATEXPO ist die internationale Leitmesse für innovative Wärme- und Kälteversorgung. Sie macht die Wärme und Kälte der Zukunft erlebbar und bietet innovative Technologien zum Anfassen.

Hier gestalten Lösungsanbieter aus Anlagenbau, Infrastrukturdienstleistung, Beratung sowie Energieversorger die Zukunft der Wärme- und Kälteversorgung. Durch den ganzheitlichen Ansatz bildet die HEATEXPO das gesamte Spektrum moderner Lösungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette ab.

Seien Sie dabei und melden Sie sich jetzt als Aussteller für die HEATEXPO 2026 an. Bei den Themen der Wärme-und Kälteerzeugung, über Infrastruktur bis hin zu Finanzierung, Lösungen für Industrie, Stadtwerke und EVUs, Wohnungswirtschaft und Kommunen, sind Ihre Lösungen und Expertise gefragt.

Erzeugung von Wärme & Kälte

  • Kraft-Wärme-Kopplung​
  • Großwärmepumpen​
  • Power-to-X​
  • Geothermie​
  • Industrielle Abwärme
  • uvm.

Versorgung mit Wärme & Kälte

  • Nah- & Fernwärme​
  • Gas & Strom​
  • Großwärmepumpen​
  • Wärme- und Kältenetze
  • uvm.

Infrastruktur & Transportnetze

  • Rohrleitungsnetze​
  • Übertragungsnetze​
  • Armaturen & ​Hausanschlüsse​
  • Wärmespeicher
  • uvm.

Beratung & Dienstleistungen​

  • Analyse & Planung​
  • Beratung​
  • Installation ​
  • Wartung & Service
  • uvm.

Digitalisierung der Wärme & KÄLTE

  • Intelligente Wärmesteuerung​
  • Messtechnologie​
  • Sensortechnologie​
  • Datenanalyse & -nutzung
  • uvm.

Entwicklung & Investition

  • Förderungen​
  • Politik & Gesetzgebung​
  • Finanzierung​
  • Kommunale Wärmeplanung
  • uvm.

Ausstellerstimmen


Fragen und Antworten

Die HEATEXPO, als internationale Leitmesse für innovative Wärme- und Kälteversorgung, behandelt – insbesondere im Kontext von Klimawandel, Dekarbonisierung und Energiewende – zentrale strategische, technische und regulatorische Fragen. Unter Berücksichtigung von Gesetzen wie dem Gebäudeenergiegesetz (GEG) und dem Wärmeplanungsgesetz entstehen Schlüsselfragen, die auf der Messe diskutiert werden sollten.

Eine Faustregel sagt, dass zuerst der Bedarf gesenkt, dann effizient versorgt und schließlich erneuerbar gedacht werden muss. 

Der größte Hebel ist dabei den Energiebedarf des Gebäudes als Schritt 1 zu reduzieren. Je weniger Energie ein Gebäude braucht, desto günstiger wird jede weitere Maßnahme. In diesem Schritt befasst man sich mit Dämmung, Fenstertausch und der Luftdichtheit des Gebäudes.  

In Schritt 2 sollte die Anlagentechnik modernisiert werden. Alte Heizsysteme arbeiten oft ineffizient und mit fossilen Brennstoffen. Die Planung von Technik sollte immer erst nach der Dämmung stattfinden.  

Erneuerbare Energien werden in Schritt 3 zur Unterstützung der Anlagentechnik oder als wirtschaftliche Einzelmaßnahme zur Kostenreduzierung bei steigenden Strompreisen eingesetzt.  

Ein oft unterschätzter Schritt ist Schritt 4 mit der Optimierung des laufenden Betriebes. Dazu gehört der Einsatz von smarten Steuerungen und die Anpassung des Nutzerverhaltens.  

Schritt 5 befasst sich mit der schrittweisen Sanierung statt der Komplettsanierung, wie schon in Schritt 1 durchgeführt, um Kosten zu sparen und wirtschaftlich auf Finanzierungen und Förderungen zurückgreifen zu können. 

Kurz gesagt: Wirtschaftliche Dekarbonisierung gelingt durch „erst sparen, dann effizient versorgen, dann erneuerbar decken“ – kombiniert mit Fördermitteln und einem klugen Sanierungsfahrplan. 

Das Wärmesystem 2045 ist kein einzelnes System mehr, sondern ein vernetztes, weitgehend fossilfreies Gesamtsystem, in dem Gebäude, Strommarkt und Infrastruktur eng zusammenarbeiten. Es basiert auf drei Prinzipien: Elektrifizierung, Nutzung von Umweltwärme und Systemintegration. Dabei teilt sich die Wärmeversorgung im Wesentlichen auf zwei dominante Versorgungswelten auf. Dicht besiedelte Gebiete, wie unsere Großstädte, werden zu thermischen Plattformen, ähnlich unseren Stromnetzen, die Haushalte über Fernwärme gespeist aus industrieller Abwärme, Großwärmepumpen, Geothermie und Großspeichern versorgen und ländliche Einzelgebäude, die primär durch den Einsatz von Wärmepumpen, ergänzt durch Photovoltaik, Batteriespeicher und Nahwärmenetze Ihre eigene Wärme und Energie in einem dezentralen System produzieren und selbst nutzen. 

Die Integration von Abwärme, Großwärmepumpen und Geothermie gelingt vor allem dann wirtschaftlich und technisch stabil, wenn sie systemisch gedacht wird – also nicht als Einzeltechnologien, sondern als abgestimmtes Wärmenetz mit klarer Rollenverteilung. Dazu benötigen wir ein niedertemperaturfähiges Wärmenetz, deren Grundlast von konstanten Quellen, wie der Geothermie und Abwärme von Industrie und Rechenzentren, getragen wird. Großwärmepumpen skalieren je nach Bedarf die Netzleistung und profitieren durch Energiespeicherung von günstigem und erneuerbarem Strom im Gegensatz zu hohen Co2-Preisen für fossile Brennstoffe. Große Wärmespeicher, plus Lastmanagement und Digitalisierung ermöglichen eine intelligente Steuerung, bei den Herausforderungen von hohen Anfangsinvestitionen, Genehmigungen und den Umbau der bestehenden Netze. 

Niedertemperaturnetze sind moderne Formen von Fernwärme- bzw. Nahwärmenetzen, bei denen Wärme mit deutlich niedrigeren Vorlauftemperaturen verteilt wird als in klassischen Systemen. 
 
Während herkömmliche Fernwärmenetze oft mit 80–130 °C arbeiten, nutzen Niedertemperaturnetze typischerweise nur etwa 10–60 °C. Dabei kommt es zu weniger Wärmeverlusten in den Leitungen, bei einer effizienteren Nutzung von Energiequellen und einer besseren Integration erneuerbarer Energien. 
 
Niedertemperaturnetze können aus einer Kombination von Umweltwärme, Abwärme, Solarthermie und Wärmepumpen gespeist werden. Da die Temperatur, die im Einzelhaushalt niedriger ist, muss im Gebäude eine Wärmepumpe die Temperatur anheben oder das Gebäude eine niedrige Heiztemperatur besitzen. Niedertemperaturnetze gehören zur sogenannten 4. Und 5. Generation der Fernwärme, sind sehr effizient, klimafreundlich und zukunftssicher. Es fallen Investitionskosten für Infrastruktur an und Umbauten werden ggf. von Nöten sein. Niedertemperaturnetze sind nicht überall sofort einsatzbar.


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